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Beim Job-Sharing kann ein zugelassener Vertragsarzt bzw. -psychotherapeut gemeinsam mit einem anderen Arzt in Gemeinschaftspraxis oder mit einem Angestellten tätig werden, wenn er sich einer Leistungsobergrenze unterwirft.

Für kleine Praxen ist das Job-Sharing bislang wenig interessant. Mit dessen Beginn wird die Praxis nämlich durch die Leistungsobergrenze nach Punkten oder Euro auf ihre bisherige Größe festgeschrieben. Alle über diese Obergrenze hinaus abgerechneten Leistungen werden nicht vergütet. Für die Leistungen eines hinzutretenden Job-Sharers gibt es deshalb bei kleinen Praxen innerhalb der Obergrenze kaum Raum. Wirtschaftlich ist ein Job-Sharing so meist nicht attraktiv.

Das wird sich bald ändern, denn der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Regelungen der Bedarfsplanungs-Richtlinie reformiert. Zukünftig kann die Obergrenze immer in Höhe des Fachgruppendurchschnitts festgesetzt werden. Für die Psychotherapeuten hat der G-BA sogar eine darüber hinausgehende Regelung getroffen: Die Obergrenzen für solche Praxen werden in Höhe von 125 % des Fachgruppendurchschnitts festgesetzt. Damit wird das Job-Sharing in Zukunft für kleine Praxen interessant: Mit einer bis zum Fachgruppendurchschnitt angehobenen Obergrenze kann der Praxisinhaber im bisherigen Umfang tätig bleiben, gleichzeitig gibt es Raum für einen Praxispartner oder Angestellten.

Hinzu kommt, dass ein Job-Sharing auch vor dem Hintergrund der sich aktuell verschärfenden Vorgaben für die Weitergabe von Praxen im Nachfolgezulassungsverfahren Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet. Wenn als Nachfolger nämlich ein Job-Sharer präsentiert wird, der

mindestens drei Jahre mit dem Abgeber zusammenarbeitete, darf der Zulassungsausschuss nicht beschließen, dass die Praxis aus Versorgungsgründen „aufzukaufen“ ist. Es ist damit zu rechnen, dass die Änderungen zeitnah in Kraft treten. Sie sollten diese schon jetzt in Ihre Planungen einbeziehen.

Christian Pinnow

Rechtsanwalt
Fachanwalt für Medizinrecht
DIERKS + BOHLE Rechtsanwälte Partnerschaft mbB
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Liebe Kolleginnen und Kollegen,


der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat in seiner Sitzung am 16. Juni 2016 wichtige Änderungen der Psychotherapie-Richtlinie beschlossen, die von den Berufsverbänden teils begrüßt teils kritisch gesehen werden (Näheres unter http://www.deutschepsychotherapeutenvereinigung.de/nc/gesundheitspolitik/aktuelle-meldungen/news-bund/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=17&tx_ttnews%5Btt_news%5D=2528).
Eine weitere dieser beschlossenen Änderungen bezieht sich auf einen von der DFT immer wieder vorgebrachten Missstand. Bisher konnte zum Gutachter bzw. zur Gutachterin über die Kassenanträge zum Verfahren der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie nur ernannt werden, wer zugleich über die Fachkunde in analytischer Psychotherapie verfügte. Die meisten kassenzugelassenen Kolleginnen und Kollegen kennen den Ärger auf den psychoanalytischen Gutachter, wenn ihr wohl begründeter Kassenantrag auf eine TP mit Kommentaren abgelehnt wurde, die nicht selten von Unkenntnis bzgl. der Entwicklungen der modernen TP zeugten.
Ab dem 1. April 2017 ist für Begutachtungen von TP-Anträgen die Fachkunde für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (bei Ärzten die entsprechende Weiterbildung) hinreichend und erforderlich. Näheres findet sich im GBA-Beschluss https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/2634/; Absatz 36.
Die bisherige Ausgrenzung von TP-Psychotherapeuten von der Gutachtertätigkeit war und ist fachlich unbegründet und führte zu vermeidbaren Nachteilen für die betroffenen Patienten. Darauf hat dieDFT, vor allem auch in Gesprächen mit den Krankenkassen, wiederholt hingewiesen. Auch eine von einigen Kollegen angestrengte Klage nebst einer Gutachterlichen Stellungnahme von Prof. Richter  (abgedruckt in Heft 3/2016 der PDP) dürfte die Selbstverwaltung  schließlich dazu bewogen haben, einer gerichtlichen Auseinandersetzung durch eine Aufhebung dieser Vorschrift zuvor zu kommen.
Dank an alle Kolleginnen und Kollegen, die nicht müde geworden sind, sich für diese überfällige Änderung einzusetzen!

Prof. Dr. Karin Tritt, Vizepräsidentin der DFT

Mitgliederdiskussion zur Reform der Psychotherapie-Ausbildung

Sehr geehrtes DFT- Mitglied, liebe Kolleginnen und Kollegen!

das Präsidium der DFT möchte mit Ihnen über die geplante Reform der
Psychotherapie - Ausbildung diskutieren und sich ein Bild über die
Meinung der gesamten Mitgliedschaft der DFT verschaffen.

Eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der DFT (Prof. Dr. R. Richter, PD Dr.
H. Peseschkian, Prof. Dr. M. Geyer, Dr. S. Trautmann-Voigt, Prof. Dr. T.
Loew, Dr. N. Schrauth, Prof. Dr. K. Tritt) scheiterte bereits bei dem
Versuch, einen Entwurf für ein Positionspapier der DFT zu konsentieren.
Sie finden daher im Folgenden eine Gegenüberstellung von
Einschätzungen und Forderungen.

Mit einem Wort: Einige von uns sind 
gegen eine Direktausbildung und plädieren mit 
guten Argumenten dafür, die bestehenden Ausbildungsstrukturen nicht zu verändern. 
Die anderen, 
im Einklang mit der Psychotherapeutenschaft und großen Teilen der 
Politik, plädieren für strukturelle Veränderungen und sehen in diesen 
die Chance, die bestehenden Defizite zu beheben.

Da die erwähnte AG für die DFT ebenso wenig repräsentativ ist, wie es
die letzte Mitgliederversammlung war, das Thema aber für die Zukunft
der psychodynamischen Psychotherapie von existentieller Bedeutung ist,
laden wir alle Mitglieder der DFT herzlich zur Diskussion ein. Dabei
mögen Ihnen die Antworten auf Fragen helfen, die von der
Bundespsychotherapeutenkammer bereits im April 2015 veröffentlicht
wurden ebenso wie die Fragen, die sich die Arbeitsgruppe gestellt hat
nebst der von einander abweichenden Antworten.

Für die endgültige Positionierung der DFT gibt es verschiedene
Möglichkeiten: von einer elektronischen Befragung der Mitglieder über
eine Diskussionen in einem Forum auf unserer Homepage bis zu einer
außerordentlichen Mitgliederversammlung. Wir bitten Sie, sich auch dazu
zu äußern, um dem Vorstand die Entscheidung zu erleichtern.

Mit großem Dank für Ihre Mühe, in Erwartung Ihrer Rückmeldungen und
mit kollegialen Grüßen verbleibe ich


Ihr Prof. Rainer Richter
Präsident der DFT

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als aktive Kollegen im Fachverband werden wir immer wieder mit der Frage Interessierter nach dem besten und passendsten Ausbildungsinstitut konfrontiert. Die Entscheidung für eine Richtung und ein Institut kann auch eine Entscheidung für eine Lebensmittelpunkt für mehrer Jahre sein und ist eine Investitionsentscheidung mit langfristigen Folgen. Ein "Ranking" oder eine "Bestenliste" lässt sich vor diesem Hintergrund sicher nicht erstellen, es erfordert intensive Gespräche, um klären zu können, welche Ausbildungsbedingungne zur Lebenssituation des Interessierten am besten passen könnte. Wir stellen gern Wissen und Erfahrungen zur Verfügung, um Interessierten den Weg zu erleichtern; in persönlichen Gesprächen gelingt das bisher sehr gut und bildet den Anfang einer Zusammenarbeit, die dann nach der Approbation durch Niederlassungsberatung weiter geführt werden kann. Heute möchten wir Sie auf einen Text aufmerksam machen, der aus einem der ersten Bücher zur Orientierung in der Ausbildung stammt und im Internet frei verfügbar ist. Nehmen Sie diese Leseempfehlung gern auch als Orientierungshilfe und als Vorbereitung auf ein persönliches Beratungsgespräch. 

Jonas Göbel

 

Liebe Freunde und Kollegen, uns allen viel Kraft, Geduld und Freude an der Arbeit und der nicht-Arbeit in 2016 - und einen guten Start! Zum schmunzeln zwischendurch hier eine Empfehlung - Gott kommt in die Psychotherapie