06.06.2024 / 20:00-21:30 Uhr

Unbewusste Reproduktion sozialer Ungleichheit in der psychotherapeu- tischen Praxis; Normative unbewusste Prozesse

Ausgehend von der Frage, wie eine für ge-
sellschaftliche Machtstrukturen sensible
Psychotherapie aussehen könnte, wird der
Ansatz der ’sozialen Psychoanalyse‘ von
Lynne Layton vorgestellt. Soziale Psycho-
analyse stellt eine Weiterentwicklung der
relationalen Psychoanalyse um eine explizit
politische, sozialkritische Dimension dar.
Laytons Konzept der normativen unbe-
wussten Prozesse bietet einen Zugang
dazu, wie Rassismus, Heterosexismus,
Klassismus und andere soziale Ungleichheiten unbewusst reproduziert werden in und
außerhalb des Therapieraums. Anhand eines Fallbeispiels wird ausgelotet, inwieweit die
u nbewussten Reproduktion sozialer Ungleichheiten besprechbar und so in der therapeuti-
schen Beziehung bearbeitet werden kann.
In der gemeinsamen Diskussion soll die Frage erörtert werden, ob mithilfe des Konzepts
der normativen unbewussten Prozesse als Werkzeug und Inspiration für Fallreflexionen
Diskriminierung im Therapieraum abgebaut werden könnte.
Vorgetragen von Anne Roth, Absolven
tin des PPT, Tiefenpsychologisch fundierte Psycho-
therapeutin in eigener Praxis, Unter Bezugnahme auf die Theorie von Lynne Bonnie Lay-
ton, Jahrgang 1950, US amerikanische Psychoanalytikerin und Professorin für Klinische
Psychologie an der Harvard Medical Sc hool; mit Doktortiteln in vergleichenden Literatur-
wissenschaften (Washington University, St. Louis 1981) und in Klinischer Psychologie
(Boston University,

Veranstaltungsort

Institut für ppt
Jenaer Str. 7
10717 Berlin

Kontakt

Elias Luckner
Email