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Reform der Psychotherapie-Ausbildung

Stellungnahme
Lehrinstitute der Deutschen Fachgesellschaft für
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie e.V. (DFT) /
German Association for Psychodynamic Psychotherapy (GAPP)
zur Reform der Psychotherapie-Ausbildung
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Die DFT-Institute plädieren für eine Berücksichtigung der Ergebnisse des Forschungsgutachtens. Besonders hervorheben möchten wir folgendes:

  1. Die DFT-Institute votieren für einen Masterstudiengang als einheitliche Voraussetzung zur PTAusbildung und die Formulierung von Übergangsregelungen.
  2. Für Berufsabschlüsse, die bereits vorliegen, muss weiterhin der Zugang zur PT-Ausbildung gewährleistet bleiben (Dipl. Päd., Dipl. Sozialpäd. etc.).
  3. Multiperspektivität und Vielfalt der Angebote hinsichtlich der Organisation (freie Institute, Universitätsinstitute, An-Institute) und der Verfahren (PA/TP/VT/GT/SystmTh) sollen erhalten bleiben.
  4. Die kontinuierliche Fortsetzung der Theorieausbildung als Umsetzung in eine praktische Ausbildung soll zentral über verantwortliche Institute mit angeschlossenen Ausbildungsambulanzen geregelt werden, so dass ein Transfer von theoretisch inhaltlichem Wissen bis hin zur selbständigen Behandlung von Patientinnen erfolgen kann.
  5. Eine curricular strukturierte Ausbildungsaufsicht (akkreditierte DozentInnen, SelbsterfahrungsleiterInnen und SupervisorInnen, akkreditierte Institutsambulanzen und akkreditierte Lehrpraxen) ist sowohl über 3 als auch über 5 Jahre unbedingt weiter zu  gewährleisten, um die erreichte Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität zu erhalten bzw. kontinuierlich weiter zu entwickeln.
  6. Die DFT-Lehrinstitute setzen sich nachdrücklich für eine Erhaltung der Ausbildungsambulanzen an den Instituten und somit für die Beibehaltung der Durchführung der praktischen Ausbildung an eben diesen Ambulanzen ein.
  7. Die DFT-Lehrinstitute plädieren nachdrücklich für eine Bezahlung der praktischen Tätigkeit.
  8. Die Kenntnisse und Kompetenzen aus den verschiedenen Grundlagenfächern der Psychologie und (Sozial-) Pädagogik, die die Zugangsvoraussetzungen zur Psychotherapieausbildung schaffen, müssen eine quantitativ und qualitativ ausgewogene Berücksichtigung finden. Die Diskussion über die ECT´s, die diese Zugangsvoraussetzungen definieren, muss hinsichtlich dieser Forderung verstärkt unter Einbezug spezieller inhaltlicher Belange der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie geführt werden.

 

DFT e.V. - Humboldtstraße 94 - 22083 Hamburg